Wertsachen

Nach den Allgemeinen Versicherungsbedingungen ist der Versicherungsnehmer verpflichtet, der Versicherungsgesellschaft und der Polizei im Schadensfall eine Aufstellung der entwendeten Gegenstände einzureichen. Diese Liste soll umfassend und detailgenau sein.
 
Häufig werden gestohlene Gegenstände nicht gemeldet, weil der Verlust nicht sofort bemerkt wird. Außerdem ist es hilfreich, wenn die entwendeten Sachen genau beschrieben werden können. Sie helfen der Polizei, der Versicherungsgesellschaft und sich selbst, wenn Sie folgendes beachten:
 
* Erstellen Sie eine Liste aller Wertsachen. Hierzu gehören Gold-, Silber- und Schmucksachen, Kunstgegenstände, Pelze, echte Teppiche und Antiquitäten. Fügen Sie dieser Liste Kaufbelege und Expertisen bei. Liegen Ihnen diese nicht vor, beschreiben Sie die Gegenstände genau (Material, Größe, Gewicht, ggf. Künstler, bei Teppichen Knotenzahl, bei Fahrrädern Rahmennummer bzw. -Codierung) und machen sie Fotos oder Videoaufnahmen (zum Größenvergleich empfiehlt es sich, ein Maßband mit aufzunehmen).
* Machen Sie Videoaufnahmen oder Fotografien der gesamten Wohnung, insbesondere auch der geöffneten Schränke. Im Schadenfall können sie beim Vergleich mit den Bildern schnell feststellen, was fehlt. Es erspart auch die Katalogisierung von Schallplatten, CDs und Büchern.
* Denken Sie auch an Nebenräume (Keller, Boden), wo ggf. Sportausrüstungen (Golf, Ski, Fahrräder) aufbewahrt werden. Deponieren Sie alle Aufstellungen ohne einen Hinweis auf ihre eigene Anschrift bei Verwandten, am Arbeitsplatz oder in einem Bankschließfach. Bewahren Sie diese nicht in Ihrer Wohnung auf.

Tresore oder Wertschutzschränke

Wenn Sie in Ihrem Haushalt höhere Werte an Bargeld, Schmuck, Briefmarken, Münzen oder wichtige Dokumente usw. aufbewahren, bietet sich die Anschaffung eines Wertschutzschrankes an. Diese Wertschutzschränke können durch zusätzliche spezielle Konstruktionsmerkmale ihren Inhalt auch gegen Hitzeeinwirkung durch Brände schützen. 
 
Beachten Sie aber:
 
* Wertschutzschränke sind kein Ersatz für eine mechanische Grundsicherung. Zusätzlich zur mechanischen Absicherung kann auch eine Überwachung durch geprüfte und anerkannte Einbruchmeldetechnik sinnvoll sein.
* Deutlich sichtbar aufgestellte Wertschutzschränke können den Anreiz zum Einbruch erhöhen. Sie sollten daher möglichst verdeckt untergebracht werden. Über den Erwerb eines Wertschutzschrankes sollte der Besitzer zudem Stillschweigen bewahren.
* Einbrecher, die einen Wertschutzschrank vorfinden, suchen erfahrungsgemäß intensiv und rücksichtslos nach dem zugehörigen Schlüssel. Daher ist ein Wertschutzschrank mit einem Zahlenkombinationsschloss zu bevorzugen.
* Der Umgang mit Schlüsseln oder Zahlenkombinationen für Wertschutzschränke erfordert äußerste Sorgfalt. Wertschutzschrank-Schlüssel dürfen bei Abwesenheit niemals in der Wohnung aufbewahrt werden. Dasselbe gilt für “Merkzettel” mit Zahlenkombinationen von Wertschutzschränken.
* Grundsätzlich sollte beim Kauf eines Wertschutzschrankes bedacht werden, dass es sich bei diesem um ein sehr langlebiges Produkt handelt. Daher sollte ein Wertschutzschrank gewählt werden, dessen Innenraum ausreichend dimensioniert ist, so dass er auch noch in einigen Jahren den gestiegenen Bedürfnissen gerecht wird. Der Wertschutzschrank sollte zumindest ausreichend groß sein, um auch Aktenordner, z.B. für Rentenunterlagen, Verträge usw., aufnehmen zu können.